Dr. Hans-Joachim Demmel
Zahnarzt

Allgemeine Texte

Demmel, H-J: APW-Curriculum Psychosomatische Grundkompetenz - ein Überblick zur Entstehungsgeschichte (pdf, 21 kb)

Seit 2005 besteht für alle Zahnärzte die Möglichkeit sich in Psychosomatischer Grundkompetenz auszubilden. Das ist Anlass für eine Darstellung der Entstehungsgeschichte.

(unveröffentlichtes Manuskript in überarbeiteter Version)

 

 

Demmel, H-J: Die Zukunft der Zahnmedizin Volltext (pdf, 28 kb)

Die Deutsche Mundgesundheitsstudie dokumentiert einen deutlichen Rückgang der Morbidität der Bevölkerung hinsichtlich der bisher typischen Aufgabenbereiche für Zahnärzte/innen. Dadurch ist zu erwarten, dass sich in Zukunft eine steigende Zahl von Zahnärzten einer abnehmenden Behandlungsnachfrage für die bisher typischen Aufgabenbereiche gegenübersehen wird.
Zusammenhänge zwischen Mundkrankheiten und Allgemeinerkrankungen sind auffällig und erfordern zunehmend fachübergreifende Kenntnisse. Es ist offensichtlich, dass psychische Faktoren auch die Entstehung und den Verlauf von Krankheiten auf dem Gebiet der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde wesentlich bestimmen können oder mitbedingen.
Diese Fakten erfordern eine kritische Betrachtung des gegenwärtigen Konzeptes der zahnärztlichen Aus- und Weiterbildung. Sie fordern einen Entwurf für eine Perspektive der Zahnmedizin.
Es stellt sich die Frage, welche Aufgaben Zahnärzte/innen in der Zukunft übernehmen sollen.
Sollte die bisherige zahnmedizinische Ausbildung und Qualifizierung sich nicht ändern, würde die mangelnde Kompetenz der Zahnärzte/innen für allgemeinmedizinische Zusammenhänge bald offenbar. Damit entfernt sich das Berufsbild des Zahnarztes von dem des Arztes.
Die Zahnärzte/innen laufen beim Beharren auf bisherigen Ausbildungs- und Qualifizierungsinhalten Gefahr, dass ihnen auf Grund ihrer Ausbildung nur noch Diagnostik und Therapie im technischen mechanistischen Sinne für zahnbezogene Krankheiten zugebilligt wird. Wie nahe diese Gefahr ist, zeigt die Entwicklung im Bereich der Schmerztherapie.

Erschienen in: Zahnärztl Mitt 91 (2001) 10-11

 

von Uexküll, Th: Integrierte Psychosomatische Medizin Volltext (pdf, 12kb)

Thure von Uexküll begründete schon 1994, dass auch in die Praxis der Zahnmedizin das Paradigma der Psychosomatischen Medizin integriert werden sollte. Es müsse für Zahnärzte/innen eine Möglichkeit der qualifizierenden Ausbildung geschaffen werden.

Lit.: Uexküll, Th.: Integrierte Psychosomatische Medizin. In: Demmel, H-J (Hrsg.): Beiträge für die Begründung einer qualifizierenden, psychosomatischen Fortbildung für Zahnärzte. Mitt. DKPM, Sonderheft 25a, Marburg 1994, S.13

 

Mehrstedt, M: Zahnbehandlungsängste Volltext (pdf, 43kb)

In den letzten Jahrzehnten ist die Zahngesundheit erheblich verbessert worden. Trotz dieser Erfolge gibt es aber eine Gruppe in der Gesellschaft, die von 75 Prozent aller Zahnerkrankungen betroffen ist, obwohl sie nur etwa ein Viertel der Gesamtbevölkerung ausmacht. Diese Gruppe ist weitgehend identisch mit dem Teil in der Gesellschaft, der unter Zahnbehandlungsängsten leidet. Will man dieser Risikogruppe helfen, ihre Mundgesundheit zu verbessern, muss man ihr zuerst helfen, zahnärztliche Hilfe überhaupt in Anspruch nehmen zu können. Zahnbehandlungsängste sind nicht angeboren, sondern werden gelernt. Dieses Buch gibt einen umfassenden Überblick zu Ursachen, Konditionierung, Erscheinungsformen und Therapiemöglichkeiten bei Zahnbehandlungsängsten. Der hier verfügbare Volltext dokumentiert die ausführliche Zusammenfassung der Ergebnisse. Das Studium der Originalpublikation wird dringend empfohlen.

Lit.: Mehrstedt, Mats: Zahnbehandlungsängste. Asanger Verlag Kröning 2007

 

Platon: Höhlengleichnis Volltext (pdf, 59kb)

Es lohnt ein Blick auf die Texte der klassischen Philosophen. Das Höhlengleichnis verdeutlicht das Problem der Diagnostik und des Erkennens von biopsychosozialen Zusammenhängen von Krankheit.

 

Lit.: Heidegger, M.: Platons Lehre von der Wahrheit, in: Gesamtausgabe, Band 9, S. 203 - 238

 

Schneider, P: Die Globalisierung des amerikanischen Gebisses Volltext (pdf, 73kb)

Eines der unaufgeklärten Geheimnisse der amerikanischen Kultur ist das Verhältnis der Amerikaner zu ihren Zähnen. Wer aus Europa kommt und nicht durch Neid behindert ist, wird zugeben, dass er von der Leuchtkraft und Schönheit der Gebisse, die ihn in der neuen Welt umgeben, geradezu geblendet wird. Nirgendwo kann man so viele hinreissend weisse und regelmässige Zähne sehen wie hier. Wenn diese Gebisse lächeln, glaubt man, auf die Spitzen eines frisch geweissten englischen Gartenzauns zu blicken.

Lit.: Schneider, Peter: Die Diktatur der Geschwindigkeit, Transit-Buchverlag Berlin 2000, S. 44-46